Sir (Yorkshire Terrier)

Ich habe meinen Yorkshire Terrier Sir immer gut versorgt und ihm ein, aus meiner Sicht optimales Leben geboten. Er hatte immer mehrere Futterschüsseln zur Auswahl, eine Kiste voller Spielsachen, hat sich überall hinlegen dürfen und beim Spazierengehen, habe ich ihn auch oft getragen, wenn große Hunde in der Nähe waren, oder er einfach nicht mehr weitergehen wollte. Es ist mir keine Veränderung aufgefallen, bis er mich eines Abends beim Schlafengehen, als ich mich ins Bett legen wollte, gebissen hat. Er ist richtig böse und wild gewesen – und deshalb habe ich lieber am Sofa Zuflucht gesucht. Leider ist es immer schlimmer geworden, er hat mich auch an den folgenden Tagen nicht mehr ins Bett gelassen, im Auto ist er ganz wild herumgeklettert und hat panisch gebellt und wenn irgendwo ein Hund zu sehen war, ist er hektisch an mir hochgesprungen, damit ich ihn hochhebe und von oben hat er dann knurrend und zähnefletschend die anderen Hunde verbellt. Herr Feuerstein hat mir dann geholfen. Sir mußte von ihm lernen, daß das Bett nicht sein Revier ist, er hat keine Futterauswahl mehr, er bekommt von mir das Spielzeug für die Zeit, die ich für richtig halte. Wir machen viel mehr Bewegung, Sir muß die ganze Zeit am Boden laufen – er ist nicht mehr aggressiv, folgt, hört auf zu Bellen, wenn ich es von ihm verlange ... Viele meiner Freunde meinten, ich hätte einen neuen Hund!

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